• Zu sehen ist Volker Geyer, dbb Bundesvorsitzender der am Podium steht und zur dbb bundesseniorenvertretung spricht.
    Volker Geyer, dbb Bundesvorsitzender bei der Hauptversammlung der bundesseniorenvertretung

Hauptversammlung der dbb bundesseniorenvertretungVolker Geyer: „Wir werden uns dem entgegenstellen“

Den sich verschärfenden Angriffen auf das Berufsbeamtentum wird der dbb faktenbasiert entgegentreten, kündigte der dbb Bundesvorsitzende an.

„Es wird gar nicht mehr gesehen, was Beamtinnen und Beamte für unser Land leisten“, kritisierte dbb-Chef Volker Geyer auf der Frühjahrssitzung der dbb bundesseniorenvertretung, zu der sich Mitglieder der Hauptversammlung am 14. März 2026 im dbb forum berlin getroffen hatten.

Unter den zahlreichen Vorschlägen zu den notwendigen Reformen in den Bereichen Rente, Gesundheit und Pflege tauchten derzeit auch immer wieder Forderungen auf, die ‚Privilegien von Beamten‘ einzuschränken. Rufe nach einem ‚Beamtensoli‘, wie kürzlich aus der Jungen Union, oder Forderungen nach einer Eingliederung in die Rentenkassen, wie von Arbeitsministerin Bärbel Bas geäußert, seien reiner Populismus. „Aber Beamtenbashing kommt einfach gut an“, meinte Geyer und hob hervor, dass die Beamtenbesoldung laut mehrerer Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts eben nicht amtsangemessen sei. Mit Blick auf die Reformprojekte der Bundesregierung kündigte er an: „Auch die Rentenkommission wird Vorschläge präsentieren, die uns nicht gefallen werden. Wir werden uns dem entgegenstellen. Faktenbasiert und fundiert sprechfähig.“

Die Belastung hat zugenommen

Den aktuellen Forderungen nach Karenztagen oder Kürzungen der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erteilte der dbb-Chef eine klare Absage: „Das trifft die Falschen!“ Vielmehr solle daran gearbeitet werden, die Ursachen hoher Krankenstände zu beseitigen. Durch steigenden Arbeitsdruck habe die psychische Belastung vieler Beschäftigter in den vergangenen Jahren exorbitant zugenommen. „Die Opfer dieser Entwicklung zu bestrafen, das tragen wir nicht mit!“, so Geyer.

Auch Horst Günther Klitzing, Vorsitzender der dbb bundesseniorenvertretung, nahm in seinem Bericht über die Arbeit der Geschäftsführung zu den Angriffen Stellung und unterstrich, dass Deutschland mit dem Berufsbeamtentum über einen viel zu oft übersehenen Vorteil verfüge: „Im Vergleich zu anderen Ländern haben wir eine berechenbare Verwaltung, die nachvollziehbare Entscheidungen trifft.“ Und der Seniorenchef merkte an: „Die Bunderegierung hat zu den Themenbereichen Pflege und Gesundheitswesen, die Seniorinnen und Senioren ja besonders betreffen, bisher keinerlei konkrete Schritte eingeleitet, obwohl der dbb und die dbb bundesseniorenvertretung regelmäßig Vorschläge dazu unterbreitet und Gesprächsbereitschaft signalisiert hatten.“

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